Enttäuschende Sadtgartenplanung
Nach dem Abriss des Bades und der Verlegung der Tennisplätze ergibt sich eine einmalige Möglichkeit, das ganze Gelände um den Stadtgarten neu zu planen und dabei einen einladenden, vielfältig nutzbaren Park in der Stadt zu schaffen, der allen Bürgern etwas zu bieten hat und von der Mehrzahl auch bequem zu Fuß erreicht werden kann.
Bereits in 2000 hatten wir den Antrag gestellt, dieses Gelände unter breiter Beteiligung der Bevölkerung neu zu gestalten. Der Antrag wurde damals zurückgestellt – Deshalb haben wir dieses Thema Ende 2005 wieder aufgegriffen und beantragt, eine Projektgruppe einzusetzen, um Vorschläge zu erarbeiten, wie der Stadtgartens neu gestaltet werden kann. Diese Projektgruppe sollte an die Vorschläge der LA 21 Arbeitsgruppe Umwelt und Städtebau anknüpfen.
Dieser Antrag wurde vom Stadtrat positiv beschlossen und die Arbeitsgruppe hat ihre Arbeit am 2006 aufgenommen.
Bedauerlicherweise stellen wir nunmehr fest, dass aus der Ursprungsidee, den Park für die Bürger und Besucher der Stadt aufzuwerten, eine Bebauungsprozess in Gang kommt, bei dem unternehmerische Begehrlichkeiten und kleinparzellige Wohnbauplanung in den Vordergrund drängen. Mit großem Staunen blickt die Grüne OpPosition auf eine Bebauungsplanung mit minimalistisch kleinen Grundstücken deren Gärten nach Norden gehen, sowie den Niedergang einer anfangs als eine Art Beginenhof geplanten Wohnanlage zu einer sogenannten altengerechten Wohnbebauung, deren vordem als zentraler Begegnungsplatz gedachter Innenhof nun als offene Grünfläche mit PKW-Verkehr vorgesehen ist.
Da wird ein Filetstück in überdurchschnittlich guter Lage wie so viele andere Grundstücke in kleine Parzellen geschnitten und die geplante Bebauung mutet wie ein umgefallenes mehrstöckiges Apartmenthaus an.
Hier ist eine gute Gelegenheit, durch geschickte Planung und Marketing eine kleine Villenlage enstehen zu lassen, die das Viertel aufwerten würde und durch angemessene Grundstückspreise das Haushaltsdefizit der Stadt ein wenig zu verkleinern.
Statt dessen soll die Einnahme durch eine möglichst große überbaute Fläche erreicht werden. Für den Stadtgarten bliebe nur ein Schlauch rund um diese langweilige Bebauung, mit deutlich eingeschränkten Gestaltungsmöglichkeiten. Konflikte zwischen den Gartennutzern und den unmittelbar anschließenden neuen Anwohnern wären zu erwarten.
Die Grüne OpPosition hofft auf eine fruchtbare Diskussion in Bauausschuss und Rat der Stadt, damit diese einmalige Chance für die Stadt Straelen nicht verpasst wird.
